Triggerpunkte lösen eine Vielzahl von Schmerzen und Beschwerden aus. Doch was sind diese Triggerpunkte und wie kann man sie erfolgreich therapieren? Genau mit diesem Thema haben wir von Vysio Verde uns im folgenden Blogartikel auseinandergesetzt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Triggerpunktbehandlung wirkt sich positiv auf Schmerzen aus.
- Bei der Behandlung werden gezielt die Triggerpunkte stimuliert, um die überschüssige Spannung zu lösen und den Spannungsschmerz zu lindern.
- Einige Menschen spüren den Effekt der Behandlung sofort, andere benötigen weitere Sitzungen.
- Die Triggerpunktbehandlung können Sie nach unserer Anleitung effektiv und selbstständig auch Zuhause durchführen!
Was sind Triggerpunkte?
Triggerpunkte sind kleine Knoten, welche in der Muskulatur auftreten. Diese sind druckempfindlich und lösen bei Berührungen Schmerzen aus. Oft entstehen Triggerpunkte als Reaktion nach einer Verletzung, wenn ein Muskel zu schwach ist und vergeblich versucht eine Ausgleichsspannung herzustellen oder wenn ein Muskel aufgrund einer Fehlhaltung zu lange in einer überstreckten oder angenäherten Position verharren muss. Obwohl sich Triggerpunkte an einem bestimmten Ort im Körper befinden, kann der Schmerz, der von ihnen ausgeht, auch in andere Regionen des Körpers ausstrahlen. Zudem können sich die Verspannungen nach einiger Zeit auf andere Muskelgruppen ausbreiten.
Wann hilft die Behandlung?
Eine Triggerpunktbehandlung kommt dann zum Einsatz, wenn Sie unter folgenden Beschwerden leiden:
- Migräne und Kopfschmerzen
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Schmerzen nach Unfällen
- Schmerzen nach Verletzungen
Die Behandlung soll dabei helfen, Ihre Schmerzen zu lindern. Ihr Physiotherapeut bzw. Ihre Physiotherapeutin wirkt mit gezielter Stimulation auf die Triggerpunkte ein. Dadurch entspannt sich die Muskulatur und Sie gewinnen Ihre Beweglichkeit zurück. Dennoch ist eine Triggerpunktbehandlung nicht in der Lage, eine sofortige Heilung hervorzurufen. Es kann einige Sitzungen mit Ihrem Physiotherapeuten bzw. Ihrer Physiotherapeutin benötigen, bis Sie Ihre vollständige Entspannung der Muskulatur zurückerlangt haben.
Wie läuft die Triggerpunktbehandlung ab?
Die Triggerpunktbehandlung folgt einem strukturierten Ablauf, der individuell auf Ihre Beschwerden abgestimmt wird.
Anamnese und Untersuchung
Zu Beginn der Behandlung erfasst Ihr Physiotherapeut bzw. Ihre Physiotherapeutin Ihre Beschwerden und Schmerzempfindungen in einem ausführlichen Gespräch. Durch gezieltes Abtasten werden anschließend die Triggerpunkte identifiziert, die Ihre Beschwerden verursachen.
Behandlungsplan
Basierend auf den Befunden wird ein individueller Therapieplan erstellt, der Ihre persönlichen Ziele und die Schwere Ihrer Beschwerden berücksichtigt.
Behandlungstechniken
Während der Sitzung kommen verschiedene Methoden zum Einsatz:
- Direkter Druck: Ihr Therapeut bzw. Ihre Therapeutin übt mit den Fingern oder speziellen Hilfsmitteln gezielten Druck auf den Triggerpunkt aus. Dieser Druck kann anfangs schmerzhaft sein, löst aber die Verhärtung und aktiviert die körpereigene Schmerzhemmung.Entscheidend ist, dass dieser Druck drei bis fünf Minuten aufrechterhalten wird, da sich erst in dieser Zeitspanne der spannungslösende Effekt einstellt.
- Faszientechniken: Mit stumpfen Druck in die Tiefe des Gewebes werden die Faszien in den jeweiligen Verlaufsbahnen gelöst. Somit kann der wasserbasierte Gleitfilm zwischen dem Muskelbauch und der Faszie erneuert werden. Das ist die Voraussetzung für eine reibungslose Muskelfunktion.
- Massagetechniken: Durch sanfte Massagen wird das Gewebe um den Triggerpunkt gelockert, was zur Entspannung der betroffenen Muskulatur beiträgt.
- Dehnung: Nach der Druckbehandlung werden die betroffenen Muskelgruppen häufig gedehnt, um die Entspannung zu vertiefen und die Beweglichkeit zu verbessern.
Bei der Behandlung gilt der Grundsatz: Der Schmerz sollte für Sie tolerierbar bleiben und idealerweise als „Wohlschmerz“ empfunden werden. In manchen Fällen können auch vorbereitende Methoden wie Wärmeanwendungen eingesetzt werden.
Welche Effekte hat die Behandlung?
Eine Triggerpunktbehandlung bei Ihrem Physiotherapeuten bzw. Ihrer Physiotherapeutin bietet Ihnen diverse Vorteile. Besonders bei muskulären Schmerzen eignet sich diese sehr gut. Von folgenden Effekten profitieren Sie:
- Schmerzreduktion: Ihr Hauptvorteil einer Triggerpunktbehandlung ist, dass Ihre Schmerzen gelindert werden. Dies kann bereits nach der ersten Behandlung erfolgen oder nach weiteren Sitzungen. Nach der Behandlung spüren Sie weniger Schmerz und können wieder normal Ihrem Alltag nachgehen.
- Reduzierung von Muskelverspannungen: Auch Muskelverspannungen werden durch eine Behandlung reduziert, da Ihr Physiotherapeut bzw. Ihre Physiotherapeutin Ihre Muskulatur während der Sitzung lockert. So lösen sich Verspannungen und Ihre Beweglichkeit wird verbessert.
- Erhaltung der Lebensqualität: Muskelverspannungen und Schmerzen wirken sich erheblich auf Ihre Lebensqualität aus. Da eine Triggerpunktbehandlung Schmerzen und Verspannungen lindert, trägt sie maßgeblich zur Steigerung Ihrer Lebensqualität bei. Durch die Therapie können auch wiederkehrende Schmerzen behandelt werden, deshalb eignet sie sich gut als Präventionsmaßnahme.
- Verbesserung der Muskelfunktion: Durch die Beseitigung der Triggerpunkte wird eine Voraussetzung dafür geschaffen, dass der Muskel seine physiologische Funktion wieder uneingeschränkt ausüben kann. Hauptsächlich ist hiermit das Ausschöpfen des vollen Kraftpotentials gemeint.
Wie lange dauert es, bis Triggerpunkte verschwinden?
Die Dauer bis zur vollständigen Auflösung der Triggerpunkte variiert individuell und hängt von mehreren Faktoren ab:
- Bei akuten Triggerpunkten, die noch nicht lange bestehen, können sich die Beschwerden oft bereits nach einer Behandlung oder innerhalb von ein bis zwei Tagen deutlich bessern. In manchen Fällen verschwinden die Schmerzen sogar unmittelbar nach der Sitzung.
- Bei chronischen Triggerpunkten, die über Monate oder Jahre bestehen und möglicherweise bereits in andere Körperregionen ausstrahlen, ist mehr Geduld gefragt. Hier kann die Behandlung über einen längeren Zeitraum – mitunter mehrere Wochen bis Monate – fortgesetzt werden müssen, bis sich die Beschwerden nachhaltig bessern.
Generell gilt: Je früher Triggerpunkte behandelt werden, desto schneller verläuft die Heilung. Wichtig ist auch, dass nach erfolgreicher Behandlung die Ursachen der Triggerpunkte identifiziert und beseitigt werden, etwa durch mehr Bewegung, die Vermeidung von Fehlhaltungen, Kraftsteigerung oder Stressreduktion. Nur so lässt sich verhindern, dass die Beschwerden zurückkehren.
Was sind Nebenwirkungen?
Normalerweise treten bei der Triggerpunktbehandlung keine Nebenwirkungen auf. Zumindest keine, die Schäden in Ihrem Körper anrichten können. Dennoch könnte es zu einer Erstverschlimmerung kommen. Dabei handelt es sich um ein Phänomen, dass sich die Schmerzen erst verschlimmern, bevor sie nachlassen. Symptome einer Erstverschlimmerung sind:
- Anstieg der Schmerzen
- allgemeines Unwohlsein
- Schwindel
- Müdigkeit
- Verhärtungen der Triggerpunkte
Wenn Sie an anhaltenden muskulären Schmerzen leiden, ist die Triggerpunktbehandlung perfekt geeignet für Sie. Zusammen mit Ihrem Physiotherapeuten bzw. Ihrer Physiotherapeutin arbeiten Sie daran, die Schmerzen effektiv zu lindern. Im Vergleich zu anderen medizinischen Verfahren ist diese Behandlung nicht invasiv. Das heißt, Sie brauchen sich keinen Operationen zu unterziehen und müssen keine Medikamente einnehmen. Sie sind momentan auf der Suche nach einer Physiotherapeutin bzw. einem Physiotherapeuten in Dortmund? Dann nehmen Sie gerne mit uns von Vysio Verde Kontakt auf.

